Zu den benachteiligten Familien gehören in einem großen Ausmaß die Migrantenfamilien. Menschen mit Migrationshintergrund sind in Krisensituationen häufig besonders belastet. Teils ist es ihnen bisher nicht gelungen ein zuverlässiges soziales Netz aufzubauen, wie sie es aus ihrem Herkunftsland gewohnt waren, teils bereiten ihnen gesetzliche Bestimmungen und Regelungen Probleme, die sie selbst nicht überschauen und lösen können.
Ferner sind Schwierigkeiten wie Sprachbarrieren, traditionsbedingte Erziehungs- und Familienprobleme und Erfahrungen von sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung sehr belastend. Im Herkunftsland bewährte Problemlösungsstrategien können in ihrer neuen Lebenswelt nicht mehr angewendet werden. Im Alltag versuchen sie einerseits, ihren aus den Migrationsbiographien entstammenden Lebensperspektiven zu folgen, andererseits sollen oder müssen sie den Erwartungen der Aufnahmegesellschaft gerecht werden.
Wirkliche Teilhabe an der deutschen Alltagskultur ist für Menschen mit Migrationshintergrund eine besondere Herausforderung. Unser Verständnis von interkultureller Kompetenz und  von gelingender Partizipation beruht auf der Erfahrung, dass man Menschen mit Migrationshintergrund mit wertschätzendem Verständnis für ihre Heimatkultur begegnen muss. Darüber hinaus muss zwischen ihnen und der Gesellschaft eine Brücke des Dialoges und der Verständigung gebaut werden, damit die Integration gelingen kann.
In den letzten Jahren findet, eine breite Diskussion über die Integration und Teilhabechancen der Kinder und Jugendlichen aus Einwandererfamilien, über eine interkulturelle Öffnung der verschiedenen Institutionen und Organisationen sowie über unabkömmlich gewordene interkulturelle Kompetenz der Fachkräfte, die in der Bundesrepublik mit der sozialpädagogischen Familienhilfe befasst sind, statt. 
Familien mit Migrationshintergrund werden mittlerweile von der sozialpädagogischen Familienhilfe besser erreicht, als dies noch vor Jahren der Fall war. Eine interkulturelle sozialpädagogische Familienhilfe (nach §31 KJHG) führt durch differenzierte und unterschiedliche Herangehensweisen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen und entwickelt Ziele, die ein tragfähiges Miteinander in unserer Gesellschaft stärken und fördern.
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